NewsShift hat einen Plan: Sie möchten, dass alle Menschen ihre Nachrichten in dem Stil lesen können, in dem sie es möchten – ohne, dass der Wahrheitsgehalt beeinflusst wird. Um das zu erreichen, hat das Start-up eine eigene App entwickelt.
Wer kennt es nicht: Das Thema eines Artikels ist interessant, aber der Text zu lang und zu komplex. Die Folge: weglegen oder weiterklicken. Das Start-up NewsShift möchte das ändern: Das Start-up sammelt Nachrichtenartikel aus verschiedenen Quellen und bereitet sie so auf, dass Leser*innen selbst regulieren können, in welchem Stil sie den Artikel lesen möchten.
Aus der Forschung in die Praxis
Das Team von NewsShift besteht aus internationalen Forscher*innen der Fachbereiche VWL, Medienökonomie, und Verhaltenswissenschaften, die bereits an vielen Forschungsprojekten zusammengearbeitet haben und sich teilweise schon seit einigen Jahren kennen. Dazu gehören: Fabian Roeben, Christopher Roth, Felix Chopra, Ingar Haaland und Vanessa Sticher.
Im Rahmen eines Feldexperiments untersuchten sie gemeinsam in einem Projekt, wie Menschen reagieren, wenn sie den Sprachstil ihrer Nachrichten selbst kontrollieren können. Dazu gehörten unter anderem Parameter wie Komplexität, politische Perspektive, Unterhaltungswert, Meinungsanteil oder Negativität.
Roeben, selbst an der Universität zu Köln tätig, stellt klar: „Dabei ging es nicht um Filtereinstellungen, sondern um die Sprache und den Stil der Artikel selbst.“ Zahlreiche positive Rückmeldungen und die Erkenntnis, dass die Einstellungsoptionen die Zufriedenheit des Nachrichtenkonsums steigern, ohne das Nachrichtenwissen negativ zu beeinflussen, ermutigten das Team zur Gründung.
Die Idee für NewsShift war geboren. Das Ziel? „Wir wollen eine Nachrichtenapp anbieten, die, mithilfe von KI, Nutzer*innen erlaubt selbst zu entscheiden, wie und in welchem Stil sie die Nachrichten lesen wollen.“, so Roeben.