Ein Look, der eigentlich nur mit analogen Profi-Objektiven erreichbar ist? LensChangeAI macht`s per Klick möglich. Die von drei kreativen Köpfen entwickelte Software simuliert mithilfe künstlicher Intelligenz Kino-Objektive und eröffnet damit Filmschaffenden und Kreativen ganz neue gestalterische Möglichkeiten.
In den belebten Räumen der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart nahm die Idee zu LensChangeAI ihren Anfang. Martin Hübsch, Jan Hoydem und Daniel Grootz lernten sich dort während ihres Studiums kennen und entdeckten schnell ihre gemeinsame Leidenschaft für Film, Gestaltung und Technologie. „Daniel und ich haben Audiovisuelle Medien im Bachelor studiert“, erinnert sich Martin. „2019 haben wir gemeinsam einen Kurzfilm gedreht.“ Unterstützung kam von Jan, der als Masterstudent bereits umfangreiche Erfahrung und technisches Know-how in das Projekt einbrachte. Was als Filmprojekt begann, entwickelte sich rasch weiter: Es entstand die erste Idee für ein gemeinsames Softwareprodukt.
Erste Schritte in die Softwarewelt
Die gemeinsame Arbeit mündete in der Entwicklung von EDISON, einer Software für einen einfachen, kreativen Umgang mit verschiedenen Bildraten in der Filmproduktion. Das Team erkannte das Potenzial technischer Vereinfachung, das gerade bei Spezialanwendungen wie High Frame Rate relevant ist. „Uns wurde der Bedarf nach einer einfach bedienbaren und zugänglichen Lösung für High Frame Rate-Videomaterial (HFR) bewusst“, erklärt Martin. Getrieben von ihrer Begeisterung für Technik und Gestaltung entwickelten sie ein Tool, das Einfachheit, Kreativität und technische Möglichkeiten vereint.
Kino-Look auf Knopfdruck
Mit LensChangeAI folgt der nächste, größere Schritt. Die Software simuliert digital den Look legendärer Vintage-Objektive, direkt in der Nachbearbeitung. Das ermöglicht Filmschaffenden, ihren Projekten einen hochwertigen Cinematic-Look zu verleihen, ganz ohne kostspielige Objektiv-Miete oder aufwendige Set-Arbeiten. „Wir wollen LensChangeAI als Plugin für alle gängigen Videoschnittprogramme verfügbar machen“, sagt Martin. Dadurch soll der Zugang so einfach und niedrigschwellig wie möglich gestaltet werden, auch für kleinere Produktionen und Kreative ohne großes Budget.